Leicht zu kriegen

Unbenannt

Warum hatte er sich kein Haus gekauft? So ein kleines Altes wie das hier. Wo man am Samstagmorgen in der Frühlingssonne im Garten rackern konnte, um sich dann am Nachmittag auf die Treppenstufen der Terasse fallen zu lassen und einen Milchkaffee zu trinken. Er hielt das Gesicht in die Sonne und schloss die Augen. In der Küche hinter der offenen Terassentür ächzte die Espressomaschine, um seine Beine schnurrte es. Das war der Hauskater, den er mit versorgen musste, wenn am Wochenende auf das Haus aufpasste. Er hasste Katzen, seit seiner Jugend, als sie, von seiner Schwester verwöhnt, von ihm nachts rausgeschmissen, aus Rache unter sein Bett pissten. Katzenpisse auf billigen Nadelfilzplatten, das war die Ohnmacht seiner Jugend. Komm!, brummte er und klopfte müde auf seine Schenkel. Die Viecher mochten ihn und es war schön, etwas Warmes auf dem Schoß zu haben.

Danke an dich, Christiane, dass du die ABC.etüden von Textstaub weiter machst. Ich freu mich schon auf deine nächsten Wörter…

 

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12 Gedanken zu “Leicht zu kriegen

      • Worauf bezieht sich deine letzte Frage jetzt, auf das Etüden-gut finden oder darauf, dass meine Etüden realistisch sind? Das verstehe ich gerade nicht. Ich denke nicht nach wenn ich die Dinger schreibe, es sei denn es sind die aus der Biographie-Etüden-Reihe, da muss ich ja anpassen, aber die reinfiktionalen ohne Bezug zu realen Personen entstehen eigentlich wie die Tintenkleckse, die sind einfach da und fertig. Das liegt vielleicht an 25 Jahren Übung.

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      • Sorry, wieder alles durcheinander gebracht. Ich meinte natürlich deine Beiträge. Und ich fragte mich, ob sie die Realität abbilden, oder ob die Realität dir nur den Anlass zum Schreiben gibt. Aber das hast du ja schon beantwortet. So mach ich das auch – bis auf die Etüde heute.

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  1. Boah, ich schließe mich an, die ist toll! Super, dass du dich verführen lassen hast und dabei bist! Die nächsten Wörter kommen Ostersonntag …
    Ich hab noch ein Mecker am Rande: Du verlinkst auf den Reader, was leider keinen Ping erzeugt hat, und dann lande ich, wenn ich klicke, auch nicht bei meinem Schreibaufruf, sondern auf meiner Etüde, was unpraktisch für Carmen ist, denn wenn sie „ihre“ Etüden nachliest, wird sie vermutlich nur auf die Schreibeinladung gehen. Da ich mich seit zwei Tagen aber schon mit sehr … mutwillig eintreffenden Pings herumärgere, möchte ich dich einfach bitten, den Link zu deiner Etüde bei der Schreibeinladung in die Kommentare zu setzen, wäre das möglich?
    Liebe Grüße
    Christiane, organisierend 😉

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  2. Urlaubsbedingt kann ich die Beiträge zu meiner Wortspende erst jetzt lesen, und ich entdecke wunderbare Geschichten und spannende Schreiberlinge dahinter! Ich mag deine Geschichte sehr, deine Art zu schreiben. Freu mich auf mehr!
    Liebe Grüße aus dem wilden Süden
    Carmen

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