Kafka on the road IV

Die ganze Fahrt lang passierte: Nichts! Mit jedem Kilometer wuchs die Zuversicht. Bald flog ich mit 160 dem Süden entgegen. Töchterchen hatte das iPhone angeschlossen und den Navi programmiert. Ich folgte der süßen, verständnisvollen Stimme und meine Beifahrerin lobte meine entspannte Fahrweise. Angekommen in Freiburg lief alles super. Das Zimmer war schön, die Sachen schnell verstaut, und schon am ersten Abend feierte meine Tochter mit einer Flasche Campari beim Zimmernachbarn, während ihr alter Vater auf der Iso-Matte schlief.

Doch das System hatte mich nicht vergessen. Unweigerlich nahte der Tag, da ich das Auto wieder abgeben musste. Noch stand es vor der Tür, im frischen Lack und unbeschädigt. Doch wer weiß, was am nächsten Tag noch alles geschehen würde? Ich würde in die Stadt fahren, in der winzigen Innenstadt einen Parkplatz finden müssen und die Unversehrtheit meines Gefährts im Gewühl gegen hunderte unberechenbare Autofahrer verteidigen müssen. Und dann die Rückgabe! Einige Kratzer waren schon im Übergabeprotokoll vermerkt, aber sicher würde der akribische Bedienstete der Vermietung mehrfach um das Fahrzeug zirkeln, weitere Schäden entdecken, um sie mir dann unter zu schieben. Ich fragte mich, ob ich einen guten Anwalt kenne, mir fiel aber keiner ein.

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